METHODIK

BILDUNG / Methodik

Unsere pädagogische Vision ist die Ausbildung kompetenter und selbstständiger junger Menschen, die sich ihres persönlichen Potenzials bewusst sind – Menschen, die sich engagieren und die Chancen der globalisierten und technologisierten Welt zu nutzen wissen.

Unsere Schülerinnen und Schüler sind das Herz unserer Institution, sie erhalten eine mehrsprachige Ausbildung mit Deutsch als Unterrichtssprache und Spanisch als Zweitsprache. Englisch wird ab der 5. Klasse der Primarschule und Französisch ab der 9. Klasse (das entspricht der spanischen 3. ESO) unterrichtet.

Eine grosse Anzahl an  Schweizer Lehrpersonen ist Garant für die von uns angewandten Methoden aus der Schweiz, die sich sowohl  im Bildungsprogramm und in unserem didaktischen Material widerspiegeln als auch mit  regelmässigen Weiterbildungen in und aus der Schweiz gepflegt werden.

Unser pädagogisches Ziel besteht darin, gemeinsam mit den Eltern eine ganzheitliche und individuelle Ausbildung für die  Kinder und Jugendlichen anzustreben. Wir stützen uns auf das Prinzip „Kopf, Herz, Hand“ des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), um die ganzheitliche Natur der fachlichen, motorischen und sozio-emotionalen Aspekte in der Entwicklung zu fördern. Dafür brauchen die Kinder und Jugendlichen Lernprozesse, die auf das Experimentieren, Entdecken und Erforschen ausgerichtet sind. Unser wichtigster Pfeiler ist ein individualisierter Unterricht. Mit allen Altersstufen arbeiten wir in kleinen Gruppen und unterschiedlichen Lehrkräften, je nach Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler und des Fachs. Auf diese Weise fördern wir fachliche Kompetenzen ebenso wie personale und soziale.

Die Lernplattform MS Education unterstützt bereits die Primarschülerinnen und Primarschüler bei der Auseinandersetzung mit Medien und Informatik. Im Gymnasium sind die neuen Technologien etabliert und werden im Unterricht gezielt eingesetzt.  

Die Schullaufbahn beginnt in der Vorschulstufe (2 Jahre Vorkindergarten und 2 Jahre Kindergarten). Soziale, personale und fachliche Kompetenzen werden spielerisch und fächerübergreifend gefördert, der individuellen Entwicklung jeden Kindes wird Rechnung getragen. Das freie Spiel ist fundamentaler Bestandteil der Unterrichtspraxis; die Kinder wählen, initiieren und gestalten ihre Tätigkeiten, sie interagieren mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern und erleben darin Autonomie. Nach und nach werden die Kinder an das schulische Lernen herangeführt durch Spiel- und Lernumgebungen, die das Interesse der Kinder wecken, einen Bezug zu ihrer Lebenswelt darstellen und Erfolgserlebnisse ermöglichen. Dadurch gewinnen die Kinder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Sicherheit, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Der Übertritt an die Primarschule nach dem Kindergarten stellt eine solche Herausforderung dar; das Ziel ist, jedes Kind optimal auf diesen Wechsel vorzubereiten, da ein gelingender Start in der Primarstufe prägend für den Erfolg der weiteren Schullaufbahn ist.

In der Primarschule sind die Schülerinnen und Schüler die Hauptdarsteller ihres Lernens. In der 1. und 2. Klasse lernen sie, indem sie handeln, entdecken und forschen. Im zweiten Zyklus (3. bis 6. Klasse) werden alle Fähigkeiten gefestigt. Als Ausgleich für die eher kognitiven Fächer entwickeln und vertiefen die Kinder ihre kreativen und motorischen Fertigkeiten. In den drei ersten Jahren der Primarschule gibt es keine Hausaufgaben, die Kinder lernen und arbeiten in der Schule.

Im Gymnasium vertiefen wir den Stoff der dreizehn Pflichtfächer aus dem Lehrplan 21, die für den Abschluss der Schweizer Matura verlangt werden. Mit der 10. Klasse ist der spanische ESO-Abschluss erreicht. Danach entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler für ein Schwerpunktfach und ein Ergänzungsfach. Damit  erhalten sie die Möglichkeit, ein ihren Interessen entsprechendes Profil zu wählen, das ihnen erlaubt, bereits erworbene Kenntnisse zu vertiefen und auszubauen. Parallel setzen die Schülerinnen und Schüler ihren Lernprozess in den restlichen Fächern fort mit dem  Ziel, die allgemeineStudierfähigkeit zu erreichen. Es handelt sich um einen zentralen Begriff im Schweizer Bildungssystem, denn die Schweizer Matura bescheinigt den Schülerinnen und Schülern die Hochschulreife und damit  die Gewissheit, dass sie jede Universitätslaufbahn einschlagen können.

Innovation in Sachen Bildung.Wir bereiten unsere Schülerinnen und Schüler auf einen Arbeitsmarkt der Zukunft vor, dessen Anforderungen heute noch weitgehend unbekannt sind. Wie machen wir das? Indem wir ihnen nicht nur Wissen vermitteln, sondern sie dazu ermuntern, diese Kenntnisse auch für die Problemlösung einzusetzen. Dazu braucht es Kreativität,  Selbstständigkeit,  Selbstvertrauen,  Teamarbeit und Nachhaltigkeit. 

Die Welt braucht verantwortungsbewusste Menschen, die es verstehen, die Herausforderungen zu bewältigen, die wir heute noch nicht kennen. Wir bieten die beste internationale Bildung für diese Welt von heute im ständigen Wandel. 

Projekte für das Zusammenleben

Wir wissen, dass eine fundierte akademische Ausbildungsehr wichtig ist, aber nicht ausreicht, um die Herausforderungen zu meistern, die das Leben heutzutage an die Schülerinnen und Schüler stellt. Deswegen konzentrieren wir uns nicht ausschliesslich auf die akademische Ausbildung, sondern binden auch auf die Stärkung sozialer und persönlicher Kompetenzen mit ein.Wie in allen Lebensbereichen will auch das Zusammenleben gelernt sein.

Die Schweizer Schule Madrid hat ein innovatives Projekt in den Schulalltag integriert: Die bewegte Schule wurde in der Schweiz entwickelt und wird dort und auch in Deutschland an vielen Schulen eingesetzt. Hauptziel dieses Projekts ist der Kampf gegen die negativen Auswirkungen der Bewegungsarmut in der Kindheit und Jugend und das Schaffen einer aktiven und dynamischen Umgebung, die den Erwerb gesunder Lebensgewohnheiten fördert.
Die bewegte Schule fördert das multisensorische und ganzheitliche Lernen auf allen Stufen und in allen Fächern. Die Lehrpersonen bauen Aufgaben in den Unterricht ein, die Bewegung oder spezifische Koordinationsübungen erfordern, um die Konzentration zu verbessern. Um Sport und Bewegung ganz allgemein auch in den Pausen und ausserhalb des Unterrichts zu unterstützen, hat die Schule nebst anderen spielerischen Angeboten auch Pingpong-Tische und Slacklines erworben.

Der Gedanke, Unterricht ausserhalb des Klassenzimmers, in einer natürlichen Umgebung zu gestalten, entstand 1950 in Dänemark und verbreitete sich schnell in Schweden und in anderen nordischen Ländern. Heute ist dieser Bildungsansatz in vielen europäischen Ländern und vor allem in der Schweiz von grosser Bedeutung.

Jeder Jahrgang im Kindergarten und in der Primarschule verbringt einen Vormittag im Monat im Wald. Die Kinder im Prekindergarten besuchen den Wald vier Mal im Schuljahr. Die Natur wird zum Klassenzimmer und liefert unzählige Lernmöglichkeiten. Bäume, Steine, Tiere und auch die Erde bringen unbegrenzte Lehrressourcen. Der Aufenthalt im Freien fördert das Gleichgewicht und schärft die fünf Sinne, Fühlen, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und die Eigenwahrnehmung. Die Natur stellt eine perfekte Umgebung für Jungen und Mädchen dar, die sie in ihrer kognitiven und emotionalen Entwicklung unterstützt und damit Kompetenzen wie Konzentrationsfähigkeit, Schreiben, Rechnen und auch soziale Fähigkeiten weiter ausbaut.

Jedes Frühjahr führen wir eine Lesewoche durch mit vielen verschiedenen Aktivitäten wie zum Beispiel einem Lesewettbewerb und einem Büchertausch. Jeden Tag unterbrechen wir den normalen Unterricht und geben den Schülerinnen und Schülern Zeit zum Lesen. Ausserdem organisiert die Bibliothek besondere Veranstaltungen. Während dieser Woche verbringen die Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Klasse auch eine Nacht mit Lesen in der Schule, von Freitag auf Samstag. In der Lesenacht werden Bücher ausgetauscht, Geschichten gelesen und Kinder und Lehrpersonen haben gemeinsam viel Spass.

Reisen und Exkursionen erweitern den Lernprozess. Es sind sehr wichtige Aktivitäten, die über einzigartige Erlebnisse für die Schülerinnen und Schüler hinausgehen; sie fördern das Zusammenleben, die sozialen Aspekte und die Selbstständigkeit. Die Schule organisiert eine breite Palette an Reisen und Exkursionen:

Die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse der Primarschule verbringen 5 Tage auf einem Schulbauernhof in der Nähe von Madrid. Von der 5. bis zur 10. Klasse haben Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, an einem von der Schule organisierten Schneesportlager im Februar teilzunehmen. In der 9. Klasse organisiert die Schule einen fünftägigen Austausch mit der Schweiz. Dazu kommen Kulturreisen in Spanien.

Aufgrund der Lage während der Gesundheitskrise führt die Schule derzeit weder Reisen noch Exkursionen durch.

An der Schweizer Schule geben wir unseren Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in der 10. Klasse privat ein Austauschsemester im Ausland zu organisieren.Wir empfehlen stets ein deutschsprachiges Land, aus der die Grundlagen ihrer Ausbildung kommen. 

In der 9. Klasse organisieren wir einen direkten fünftägigen Austausch mit einer Schule in der Schweiz. Unsere Schülerinnen und Schüler werden in Gastfamilien mit Kindern untergebracht, die während der Zeit des Austausches denselben Unterricht besuchen wie unsere Kinder. Ausflüge in die Region und in naheliegende Städte, zusätzlich zum Unterricht, machen diese Erfahrung zu einer kulturellen Immersion in das Land, aus der die Grundlagen ihrer Ausbildung kommen.

Im Gegenzug besuchen uns Schweizer Schülerinnen und Schüler fünf Tage für eine Immersion in Madrid.

Seit vielen Jahren schon arbeiten wir mit einem innovativen Mediationsprogramm, das Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler bei der Konfliktprävention und -lösung unterstützt. Diese Konfliktlösungsstrategien geben den Kindern das nötige Werkzeug zur Hand, um Auseinandersetzungen konstruktiv anzugehen und möglichst selbstständig eine Lösung zu finden. Die Peacemaker helfen dabei. Es sind Schülerinnen und Schüler, die ganz gezielt ausgebildet werden, um in Konfliktsituation zu intervenieren. Die Mediation ist ein bewährtes, nachhaltiges und gewaltfreies Instrument für die Lösung von Konflikten. Die Entwicklung von Kommunikationsfähigkeit, kritischem Denken und Empathie spielt hier eine entscheidende Rolle.

Die Hauptziele des Programms sind: 

  • eine Mediationskultur unter den Schülerinnen und Schülern zu schaffen 
  • Ressourcen für die effektive Lösung von Konflikten zu generieren 
  • geeignete Werkzeuge zur konstruktiven Konfliktlösung zu entwickeln 
  • das Schulklima und das Umfeld der Schülerinnen und Schüler zu verbessern 
  • eine stabile Struktur des Peacemaker-Programms zu schaffen 

 

Das KiVa – Programm

Schon ab den ersten Stufen arbeiten wir übergreifend und passend für jede Altersgruppe an der emotionalen Welt der Schülerinnen und Schüler sowie an Strategien für die Kommunikation und die positive Konfliktlösung. Das ermöglicht den Aufbau gesunder emotionaler Bindungen untereinander und die Entwicklung von sozialen Fertigkeiten in einem positiven und sicheren Klima des Zusammenlebens. Zusätzlich stützen wir uns auf das KiVa-Programm, das dem Mobbing in der Schule durch Aktionen vorzubeugen sucht, die sich an die gesamte Schulgemeinschaft richten. Zum einen vermitteln wir unserem lehrenden und nicht lehrenden Personal  praktische Strategien und Werkzeuge, um Mobbingfälle zu verhindern, zu erkennen oder zu intervenieren. Den Schülerinnen und Schülern helfen wir, ihre emotionale Intelligenz zu entwickeln, ihre eigenen Gefühle und die ihrer Schulkameraden zu erkennen und ihre Werte Toleranz und Respekt, die unserem Bildungssystem eigen sind, zu stärken. Schliesslich stellen wir für Väter und Mütter unserer Schulgemeinschaft Informationen über Mobbing bereit und stellen ihnen Leitlinien zur Verfügung, um Mobbingfälle zu identifizieren und mit Unterstützung des Schulzentrums angemessen darauf zu reagieren. Dieses Programm wurde vom Erziehungsministerium in Finnland (2009) entwickelt und ist von der UNESCO international anerkannt. Es bringt, neben einem signifikanten Rückgang der Mobbingfälle, erwiesenermassen auch positive Auswirkungen auf die Motivation und die akademischen Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler.

In der Primarschule werden die Kinder der 1. bis 3. Klassen von den Schülerinnen und Schülern der 4. bis 6. Klassen im Rahmen von Patenschaften begleitet. Wir organisieren während des Schuljahres gemeinsame Unterrichtsstunden und kleinere Projekte (Geschichten erzählen, gemeinsames Spiel usw.). Ziel ist es, Respekt und Verständnis zwischen Kleineren und Grösseren zu fördern und damit mehr Sicherheit für alle zu schaffen.

Das Theater

Das Theaterspiel fördert vielerlei Kompetenzen und macht Spass. 

Die Theaterarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Deutschunterrichtsim Kindergarten, in der Primarschule und im Gymnasium und schafft eine andere Form des Lernens und des Miteinanders. In diesem Sinne werden
nicht nurfachkünstlerische und sprachfördernde Kompetenzen erworben, sondern auch thematische, soziale und methodische Kompetenzen, die heute als entscheidende Fähigkeiten zu vermitteln sind. 

Es ist immer wieder erstaunlich, was die Kinder auf der Bühne zu
leisten vermögen. Da werden aus unscheinbaren, schüchternen Schülerinnen und Schülern plötzlich selbstbewusste Darsteller, die ihren Text fehlerfrei sprechen können und ohne Zögern vor das Publikum treten. 

Im Anschluss eine kleine Übersicht über die Fertigkeiten und Ziele, die mit dem Theaterspiel erreicht werden: 

Kindergarten

Objekttheater Flomi

Die Konfliktpräventionsmethode „Flomi“ ist der Schwerpunkt des Theaterunterrichtes für die Schülerinnen und Schüler im Kindergarten. Im Objekttheater sehen die Kinder Konfliktsituationen aus der Perspektive des Betrachters. Die Kinder können aktiv in das Geschehen auf der Bühne eingreifen und konstruktive Lösungen zum vorgestellten Konflikt einbringen. Damit werden die Entwicklung von Empathie und die Fähigkeit Gefühle auszudrücken und in Worte zu fassen, gestärkt und, die Kinder eignen sich Strategien an, um Konflikte selbständig und konstruktiv zu lösen.  

Primarschule

Der Theaterunterricht ergänzt das Fach Deutsch, so dass die Schülerinnen und Schüler die Sprache frei und in verschiedenen Rollen anwenden können, die sie für sich selbst entwickeln. Die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse schreiben während des Semesters ein Theaterstück, verfassen das Textbuch, bereiten die Inszenierung vor und verteilen die Rollen, um es vor Familienmitgliedern und Mitschülerinnen und                  -schülern aufzuführen

Gymnasium

Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse arbeiten während eines Semesters ebenfalls an einem Theaterstück, um es dann aufzuführen. Sie erarbeiten Textvariationen, schreiben Dialoge, Sketche und kreative Schreibübungen, die dann für die ganze Gruppe angepasst werden. In der 9. und 10. Klasse begleitet das Theater eine dramatische Lektüre im Unterricht, um die Texte interaktiv zu analysieren.

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Dokumente

Pädagogisches Konzept